Erfüllt Leben

Die Fülle des Lebens zu erkennen und mit Körper, Geist und Seele zu erfahren, ist das Geburtsrecht jedes Menschen – es ist Ursache und Sinn der Schöpfung und unseres Lebens …. weiter lesen >

Einige Hinweise auf Termine bzw. potentielle gemeinsame Aktionen

Geschrieben von Peter Braun am in Empowering News, Erfüllt Leben, Kunst und Kultur

Folgende Hinweise und Vorschläge zu Terminen und gemeinsamen Unternehmungen stehen an:

18.10. Klimaherbst-GWÖ-Veranstaltung „Ende der Energiewende? Mit Kraft und Energie in eine neue Richtung“ im Impact Hub Munich (Gotzinger Str. 8, 81371 München), Beginn 19:00 Uhr
20.10. Lange Nacht der Museen – wir starten bei Martina Kolle in der Regierung von Obb. und schauen dann, wo und wie es weitergeht. Details zeitnah über die „Kommunikationsliste“.
28.10. Kabarett „Auch Veganer verwelken“ am Sonntag 28.10.18 um 19 Uhr Kulturzentrum Milbertshofen Curt-Mezger-Platz 1, 18,00 €
Mit den Einnahmen des Abends und Ihren Spenden unterstützt Kolibri Flüchtlings- und Migrationsprojekte mit Sprachkursen, beruflicher Qualifizierung, Beratung, ärztlicher Betreuung und Therapie.
09.11. 19. Münchner Nacht der spirituellen Lieder, St. Michael, Neuhauser Straße 6, 80331 München, 20:00 bis 23:30, 15,00 €
11.11.-2.12.2018 auf dem Königsplatz in München NEVER AGAIN – 3000 Mohnblumen für den Frieden – Intervention des Aktionskünstlers Walter Kuhn

Vielleicht entwickeln sich ja noch weitere Ideen.

Das Wir-Bewusstsein

Geschrieben von Peter Braun am in Empowering News, Erfüllt Leben

Wir haben beim Empowering-Circle immer wieder festgestellt, dass das Gemeinschafts-Gefühl bei unseren Aktivitäten ein wichtiger und nährender Faktor ist.
Daher freuen wir uns über das Angebot eines Tagesseminars „HigherWe – die neuen Dimensionen der Wir-Arbeit“.

Veranstaltet wird es von „emerge“, der Organisation, die u.a. die Zeitschrift „evolve“ herausgibt und gehalten von Thomas Steiniger, den wir u.a. von den Radio-Evolve Sendungen kennen, der z.B. das im Blogbeitrag vom 12.12. beschriebene Interview mit Andreas Weber geführt hat.
Wer also am 27. Januar Zeit hat, sollte sich überlegen, ob das Seminar nicht eine Bereicherung für seine Zukunft darstellen könnte.

HigherWe – die neuen Dimensionen der Wir-Arbeit
Tagesseminar mit Thomas Steininger
27. Januar 2018 10:00 – 16:00 Uhr

Wir leben in ganz unterschiedlichen Wir-Feldern – in der Familie, mit Kollegen oder Menschen, denen wir zufällig begegnen. Diese Felder haben unterschiedliche Atmosphären, Geschichten und Zusammenhänge. Um ein Wir-Feld in seiner Lebendigkeit wahrzunehmen, braucht es so etwas wie ein „Wahrnehmungsorgan“ für ein Bewusstseinsfeld. Denn unser Bewusstsein ist insbesondere ein lebendiges Feld bewusster und unbewusster menschlicher Beziehungen.

HigherWe-Arbeit ist die Arbeit mit diesem Bewusstseinsfeld. Mit ihr entsteht ein lebendiger, ko-bewusster und ko-kreativer Raum. Ein Raum, der unterschiedliche Perspektiven, auch Spannungen halten kann und in dem sich immer neu das Potenzial von Zukunft zeigt. In seiner tiefsten Form zeigt sich dieser ko-kreative Raum auch als ein heiliger Raum. Hier wird die HigherWe-Arbeit zu einer gemeinsamen spirituellen Praxis.

In diesem Tagesseminar wird Thomas Steininger in das Potenzial einer neuen Wir-Kultur einführen und mit den Teilnehmenden dialogisch die eigenen Erfahrungen dieses Bewusstseinsfeldes erforschen.

Die bewusste Arbeit mit diesem dialogischen, ko-kreativen Feld ist sowohl Ziel als auch die Methode dieses Tagesseminars. Es erlaubt eine Wahrnehmungsschulung, in der das Wir-Feld auf eine neue Art erfahren und verstanden wird und es legt die Grundlagen für eine gemeinsame, neue Wir-Kompetenz.

Veranstaltungsort:
WagnisART
Fritz-Winter-Str. 10
80807 München
Ticket: Euro 80 – Anmeldung bis 26. Januar 2018 – Ermäßigung möglich! Bitte dafür eine E-Mail an info@emerge-bk.de
Anmeldung hier

SZ, die zweite: Christian Felber am 17.10. in Dachau & Münchner Klimaherbst

Geschrieben von Peter Braun am in Empowering News, Erfüllt Leben

Die SZ hat erneut über die Gemeinwohlökonomie geschrieben, Christian Felber kommt am Dienstag, den 17.10.17 nach Dachau.

Hier der Link zum Artikel „Das Gemeinwohl als Maßstab“ vom 5.Oktober.

Er beginnt mit einem Statement, welches (sinngemäß) auch auf dem Flyer zu unserer Veranstaltung am 5. November steht:

Eine Bertelsmann-Studie aus dem Jahr 2010 zeigt, dass sich 88 Prozent aller Bundesbürger eine bessere Wirtschaftsordnung wünschen.

Dann werden, basierend auf einem SZ-Interview mit Christian Felber, sehr schön, kurz und prägnant die Ansätze der Gemeinwohlökonomie erklärt. Sehr lesenswert, bitte dem obigen Link auf den Artikel folgen.
Und am Ende der obligatorische Hinweis, dass es auch Kritik an der Gemeinwohlökonomie gibt:

Denn die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie ist nicht unumstritten. Österreichische Wirtschaftswissenschaftler und Industriellenvereinigungen halten sie für weltfremd, bürokratisch und uneffektiv. Sie sehen darin zudem eine Bedrohung für die Marktwirtschaft.

Wenn man (mit der Bertelsmann-Studie) davon ausgeht, dass sich 88 Prozent der Bundesbürger eine bessere Wirtschaftsordnung wünschen, dann ist es einleuchtend und gut verständlich, dass die Vertreter der jetzigen Wirtschaftsordnung in Gemeinwohl-Ideen eine Bedrohung sehen. Das muss man – glaube ich – nicht weiter kommentieren.

Der Artikel endet mit:

Es kann also ein spannend Abend werden. Der Referent Christian Felber stellt seine Theorie am Dienstag, 17. Oktober, im Ludwig-Thoma-Haus (Stockmann-Saal) in Dachau, Augsburger Straße 23, vor. Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass von 19 Uhr an.

Dem können wir uns nur anschließen und nach Dachau einladen. Es wird ganz sicher ein spannender Abend, denn die Veranstaltung hat einen besonderen Fokus auf die Umsetzung der Gemeinwohlökonomie in der Realität – daher ist im Anschluss an den Vortrag von Christian Felber noch eine Podiumsdiskussion geplant, bei der ein Bürgermeister aus der politischen Umsetzung der GWÖ in seiner Gemeinde berichtet und eine Vertreterin der SpardaBank München und ein Vertreter von Polarstern Energie von der Umsetzung bei Firmen.

Wir vom Empowering-Circle bieten eine Fahrgemeinschaft (mit einem Stattauto) an, Abfahrt ist am Dienstag, ca. 18:00 in München (zentral), nach Absprache mit dem Fahrer. Bei Interesse bitte per E-Mail bei André melden bis spätestens Montag 20:00 Uhr.

Wer am 17. Oktober nicht nach Dachau kann oder will, z.B. weil er sich für die zur gleichen Zeit in München stattfindenden Veranstaltungen zum Münchner Klimaherbst interessiert, der kommt dann am 5. November zu unserer Veranstaltung „Spiritualität und Gemeinwohl-Ökonomie“.

Der Münchner Klimaherbst ist auf jeden Fall interessant, er geht noch bis zum 27. Oktober

Süddeutsche Zeitung: Wenn Profit nicht alles ist

Geschrieben von Peter Braun am in Empowering News, Erfüllt Leben

Sueddeutsche Zeitung – Wirtschaft – 4. Oktober 2017 – Artikel zur Gemeinwohl-Ökonomie
Wenn Profit nicht alles ist

Der Artikel schildert schön verschiedene Ansätze der Gemeinwohl-Ökonomie und lässt dann im Sinne eines „Pro und Kontra“ auch Kritiker zu Wort kommen. Da werden der Umsetzung dieser „schönen Vision“ kaum Chancen eingeräumt, da der Mensch grundsätzlich egoistisch sei und der Eigennutz sich durchsetzen würde, wie unser Wirtschaftssystem beweist.
Diesen Schluss kann man ziehen, denn tatsächlich haben es die (erfolgreichen) Egoisten geschafft, dass „Geiz geil“ ist und Konkurrenz gut fürs Geschäft.
Grundsätzlich ist aber der Altruismus genauso genetisch im Menschen veranlagt wie der Egoismus und die Gemeinwohl-Ökonomie ein Ansatz, mit z.B. „Kooperation statt Konkurrenz“ erfolgreiche Alternativ-Modelle zu etablieren. Evolution ist ja auch nicht das Überleben des stärkeren, sondern des am besten an die Herausforderungen angepassten Exemplars.
Wenn dann Kooperation und Gemeinschafts-Nutzen für Alle zu besseren Ergebnissen führt als Eigennutz, dann wird sich das evolutionär durchsetzen. Es kommt auf die Rahmenbedingungen an, die – wie im Artikel erwähnt – durch politischen Willen entsprechend gestaltet werden können.
Und da liegt es an uns Allen, der Politik und unseren Volksvertretern entsprechende Signale zu setzen.
Unsere Veranstaltung am 5. November ist ein Beitrag dazu.

Konkret steht im Artikel:

„Märkte sind immer politisch getrieben und Politik wird von Menschen gemacht.“ So lange es weniger am Gemeinwohl und mehr am eigenen Profit orientierte Menschen mit eigenen Interessen gebe, sei das Konzept der GWÖ kaum global umsetzbar: „Man kann immer dazu anregen, für die Gemeinschaft zu denken und zu arbeiten, aber es wird oft Egoisten geben, die das ausnutzen.“

Meine These ist: Die Anzahl der Menschen, die am Gemeinwohl interessiert sind, überwiegt bei weitem. Aber die anderen haben es geschafft, dass das „ausnutzen“ als „normal“ angesehen wird und gesellschaftlich akzeptiert ist. Und so ist das „Ausnutzen“ erfolgreich zum „Ausbeuten“ mutiert und mittlerweile spürt die Menschheit und unser Heimatplanet die Grenzen dieses Systems. Umdenken ist das Gebot der Stunde.

 

Wertschätzende Kommunikation

Geschrieben von Peter Braun am in Empowering News, Erfüllt Leben, Gemeinsam heilen

Unter dieser Überschrift hat uns Marion Nebbe unter dem „Dach“ der „Gemeinsam Heilen“ Gruppe in die Grundlagen der gewaltfreien, empathischen Kommunikation eingeführt.
Sie hat mit vielen praktischen Übungen und Arbeitsblättern spannende drei Stunden gestaltet, die die Anwesenden am Ende nach einer Fortsetzung fragen ließen.
So wird voraussichtlich der nächste Termin der Gruppe wieder diesem Thema gewidmet sein.
Für mich am beeindruckendsten war die Beschäftigung mit den Gefühlen und zu lernen, dass viel von dem, was gerne als Gefühl wahrgenommen wird, ein ‚Pseudogefühl‘ ist – wie z.B. ich fühle mich ‚missverstanden‘. Dort dann genauer hinzuschauen (hinzufühlen), welches echte Gefühl (z.B. Wut, Angst, Trauer) darunter steckt ist sehr hilfreich. Und wichtig für den nächsten Schritt, der dann schaut, welches meiner Bedürfnisse denn hier verletzt / nicht befriedigt wurde (z.B. Sicherheit). Dies dann, verbunden mit einer Bitte, zu kommunizieren, kann vieles lösen und verändern.
Herzlichen Dank für die einfühlsame Vermittlung und die praktische Demonstration von empathischem Umgang miteinander. Wir freuen uns auf die Fortsetzung.

Aus Liebe zum Leben – Einladung zu zwei Vorträgen

Geschrieben von Peter Braun am in Empowering News, Erfüllt Leben, Kunst und Kultur

Von Mike Kauschke, dem Chefredakteur der Zeitschrift „evolve“ (Magazin für Bewusstsein und Kultur) hat uns folgende Einladung erreicht, die wir gerne teilen!
Zumal die Themen „Lebenswerte Erde“ und „Was braucht unsere Zeit“ auch unsere Themen sind.


Betreff: Aus Liebe zum Leben – Einladung zu zwei Vorträgen von Claus Eurich

Liebe Freunde,

ich möchte euch hiermit auf zwei Vorträge von Claus Eurich im Juni im Münchner Raum hinweisen. Claus Eurich ist Professor für Ethik und Kommunikationswissenschaften in Dortmund und Kontemplationslehrer.
Die Veranstaltungen sind zugleich eine Gelegenheit, in einem weiteren Kreis von Menschen in einen fruchtbaren Austausch zu den Fragen zu kommen, die uns hinsichtlich unserer Zukunft auf dem Herzen liegen. Und sicherlich lassen sich dabei auch neue Verbindungen knüpfen.
Außerdem bietet jede der Veranstaltungen ein Extra, was das Kommen zusätzlich lohnt:


23. Juni 2017, 19 Uhr (Flyer-Text am Ende dieses Beitrags)

Vortrag und Austausch mit Claus Eurich

Vision für eine lebenswerte Erde

Ort: WagnisART, Fritz-Winter-Straße 12, Großer Gemeinschaftsraum

Eintritt frei

Extra: Ab 18 Uhr gibt es eine Führung durch das Wohnprojekt.

wagnisART ist ein genossenschaftliches Wohnprojekt in kreativer, aktiver und generationsübergreifender Gemeinschaft – und das mitten in München. In fünf mit Brücken verbundenen Häusern entstanden 138 unterschiedlich große Wohnungen sowie neue Wohnformen in Gemeinschaftshaushalten. Das Wohnprojekt verfügt über 19 Gemeinschaftsräume, darunter Werkstätten, Atelier, Musikübungsräume, Waschcafé, Nähstube, Toberaum, Sauna, Edelbäder und vieles mehr. Die Gemeinschaftsflächen in den Häusern und im Außenbereich fördern die Begegnung der Bewohner. Die ausgefallene Architektur erhielt den Deutschen Städtebaupreis 2016.

Treffpunkt für Interessierte: 18 Uhr.


24. Juni 2017, 17 Uhr

Vortrag und Austausch mit Claus Eurich

Aufstand für das Leben. Was braucht unsere Zeit? Was braucht unsere Erde?

Ort: ArtForum Leonard Lorenz, Starnberger Straße 103a, 82069 Neufahrn bei Schäftlarn

Extra: Der Vortrag ist Teil einer Finissage des Bildhauers und Malers Leonard Lorenz, dessen Werke bei der Gelegenheit mit besichtigt werden können. 


Es wäre hilfreich, wenn ihr mich kurz informiert, ob ihr kommen wollt – einfach wegen der Räume. Ich leite es dann weiter. Danke.

Liebe Grüße, Mike Kauschke


Flyer-Text zum 23. Juni im WagnisART:

Vision für eine lebenswerte Erde!
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Claus Eurich
Die größte Bedeutung der Reise zum Mond hatte der Blick aus dem All auf die Erde.  
Plötzlich wurde sinnlich erfahrbar, wie zerbrechlich die Erde ist: Sie ist ein lebendes Raumschiff, das unser Sonnensystem durchstreift, ein Lebewesen von außergewöhnlicher Schönheit …
So haben wir im Moment unseres größten technischen Triumphes eindrücklich wie nie zuvor unsere unendliche Winzigkeit erfahren.
Claus Eurich spricht über die Verantwortung, die wir für unseren Planeten und für alle, die nach uns kommen, übernommen haben. Was können wir tun, um dieser Verantwortung gerecht zu werden?
Claus Eurich ist Professor für Kommunikationswissenschaften und Ethik und Autor zahlreicher Bücher.
Freitag 23. Juni 2017, 19 Uhr – Großer Gemeinschaftsraum
Fritz-Winter-Straße 12, 80807 München
Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: Annette Mann und Andreas Sliwka, wagnisART
Wenn Ihr Euch anmeldet, erleichtert uns das die Planung:

Besuch bei „bella martha“ – „GEMEINWOHL-ÖKONOMIE – Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft“

Geschrieben von Peter Braun am in Empowering News, Erfüllt Leben

Am Dienstag, dem 16.05. waren wir zu viert vom Empowering-Circle beim ‚jour fixe‘ im „bella martha kunsthaus“ in Marthashofen, wo dieses mal Christian Felber zum Thema „GEMEINWOHL-ÖKONOMIE – Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft“ eingeladen war. André hatte ein ‚Stattauto‘ organisiert und so war es auch noch ein gemeinsamer Ausflug. Marthashofen ist eine schöne Location, es hat uns dort gut gefallen.
Nun zum eigentlichen Thema:
Christian Felber hat in seinem knapp 2 stündigen Vortrag die Gemeinwohl-Ökonomie vorgestellt.
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Entwurf einer System-Alternative, nach kapitalistischer Marktwirtschaft und zentraler Planwirtschaft, und dieser ist nicht statisch, sondern als demokratischer Prozess angelegt und als solcher lebendig, flexibel und anpassbar.
Er begann mit dem aktuelle Stand bereits erreichter Ziele der Bewegung, zum zu zeigen, dass es sich nicht um Träumereien handelt, sondern dass die Vision lebt und vielfach bereits in der Umsetzung ist.
Weltweit bekennen sich über 2.200 Unternehmen / Institutionen zum Gemeinwohl-Ziel und mehr als 400 haben bereits eine Gemeinwohl-Bilanz erarbeitet (Blumenthal ist eine davon). In 25 regionalen Vereinen wird die Gemeinwohlökonomie als Vereinszweck vorangetrieben.
In Bayern wird das von „Gemeinwohl Ökonomie Bayern e.V.“  gebündelt, dort sind aktuell 6 Regionalgruppen aktiv (Kelheim Abensberg, Landshut, Mangfalltal, Nürnberg, Südostbayern, Weilheim).

Dann erfuhren wir, dass rund 90% der Bevölkerung in Deutschland und Österreich mit der wirtschaftlichen Situation und Entwicklungen unzufrieden sind und der Aussage „Wir brauchen ein anderes Wirtschaftsmodell“ zustimmen. Diese Umfragezahlen stammen von Organisationen, die nicht im Verdacht stehen, Systemveränderer zu sein, z.b. die Bertelsmannstiftung.
Woher kommt diese Unzufriedenheit?
Weil wir in einer Krisenzeit leben. Wir erleben vielfältige Krisen, in Finanzen, Umwelt, Bildung und nicht zuletzt auch eine Sinn-Krise, die die Menschen nach Alternativen suchen lässt.

Dann erläuterte Christian Felber, wie sich unser Wirtschaftssystem entwickelt hat, und dass das, was wir als Ökonomie bezeichnen, nach der klassischen Definition von Aristoteles eigentlich eine „Krematistik“ ist.
Der wesentliche Unterschied ist, dass Ökonomie eine Form des Haushaltens ist, in der Geld als ein Mittel zum Zweck dient, in der Krematistik ist Geld der Zweck.
In den Verfassungen vieler Länder ist dieser Grundsatz noch verankert, z.B. in der Bayerischen Verfassung Artikel 151. (1) „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl“, im deutschen Grundgesetz Art. 14 Abs. 2 „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“
In der Verfassung der USA steht die Absicht, das allgemeine Wohl zu fördern („promote the general Welfare“) als wesentliches Ziel bereits in der Präambel.

In den letzten Jahren / Jahrzehnten hat sich das gewandelt. Es wird nicht mehr gewirtschaftet, um menschliche Ziele wie Wohnen, Essen, ein menschenwürdiges Umfeld, Gesundheit, Bildung, Kultur usw. zu erreichen, sondern die Geldvermehrung ist zum Selbstzweck geworden. Die eigentlichen Ziele sind dem nachrangig, werden auf dem Altar des Profits geopfert.
Die Auswirkungen erleben wir drastisch.
Passend dazu wird der „Erfolg“ des Wirtschaftens nicht in Ziel-Erreichung bewertet, ob Ziele wie Menschenwürde, Gleichberechtigung, nachhaltiger Umgang mit der Umwelt, Enkeltauglichkeit, Abschaffung von Kinderarbeit, Hunger und Ausbeutung etc. erreicht werden.
Nein, der „Erfolg“ wird in „Geldvermehrung“ gemessen, als Brutto-Inlands-Produkt (BIP).
Die Gemeinwohl Ökonomie schlägt vor, diese völlige Pervertierung (das Mittel zum Ziel zu machen) wieder umzudrehen und eine Gemeinwohl-Bilanz einzuführen, die die Erreichung von vorher demokratisch festgelegten Zielen bewertet (hier gibt es real existierende Beispiele, z.B. mit dem Glücksindex in Bhutan).
Und in der Folge dann Unternehmen und Einrichtungen zu fördern und zu unterstützen (Steuererleichterungen, Subventionen), die in Bezug auf das Gemeinwohl gut wirtschaften und andere, die eher auf Kosten des Gemeinwohls leben, mit höheren Steuern zu belegen.
Auch hier gibt es praktische Beispiele (z.B. die Kfz-Steuer berücksichtigt Abgaswerte).

Ganz wichtig ist Christian Felber, dass in unserer Demokratie das Volk, also wir, der Souverän ist. Die Regierung ist ein ausführendes Organ.
Allerdings ist es in der Praxis häufig so, dass die Regierung nicht unbedingt das umsetzt, was das Volk sich wünscht.
Z.B. sind bei einer Umfrage, ob das Primat des BIP abgelöst werden sollte, z.B. durch ein „Gemeinwohl-Produkt (GWP)“, nur 18% für „BIP beibehalten“, 68% für „ablösen durch etwas anderes“.

Und solange viele Menschen glauben, dass man „halt eh nichts ändern kann“, wird sich auch nichts ändern, jedenfalls nicht zum Besseren.

Nach dem Vortrag war noch Zeit für Fragen, eine der Fragen war, was der Einzelne machen kann.
Da gibt es viele Möglichkeiten.
Wesentlich ist, was zu tun, anzufangen.
Sich bewusst sein, dass wir dem was ist nicht ohnmächtig gegenüber stehen, sondern aktiv gestalten können.
Über diese Themen im Freundeskreis reden, Bewußtsein schaffen.
Sich informieren und anfangen, wo möglich, gemeinwohl-orientierten Angeboten den Vorzug zu geben.

Damit die Entwicklung in eine Richtung geht, wo die Grundwerte des Wirtschaftens wieder mit den Grundwerten der Menschen / der Menschlichkeit übereinstimmen.

Uns hat die Veranstaltung beflügelt, uns weiter mit der Thematik zu beschäftigen und mit Begeisterung unsere eigene Veranstaltung im Herbst vorzubereiten.
Wir freuen uns schon, dort mehr darüber zu erfahren, wie aus Christian Felbers Sicht das Wirtschaften in einer Gemeinwohlökonomie mit dem „geistigen“ Thema „Spiritualität“ zusammenhängt. *)


Weiterführende Links:

Christian Felber: www.christian-felber.at
Gemeinwohl-Ökonomie: www.ecogood.org
Projekt Bank für Gemeinwohl: www.mitgruenden.at

Wer (privat) richtig tief einsteigen will in die Gemeinwohlbilanz: Es gibt die „Gemeinwohl-Bilanz für Einzelpersonen und familiäre Gemeinschaften„, sie befindet sich in der Experimentier-Phase. Dort findet man weiterführende Links auf das Handbuch, ca 20 Seiten, die Matrix (die Messgrößen) und auch eine App.


*) Nachtrag:
Hier der Klappentext von Christian Felbers „persönlichem“ Buch zum Thema „Die innere Stimme – Wie Spiritualität, Freiheit und Gemeinwohl zusammenhängen“:

Der Sinn für das Gemeinwohl ist neu zu entfachen. Er ist der Jagd nach Profit und persönlichem Vorteil auf Kosten der Natur der Gesellschaft entgegenzusetzen. Nur mit einem Sinn für die Vorfahrt von Ökologie, Sozialität und Solidarität gibt es ein wirkliches Überleben des Lebens.

Christian Felber ist einer der führenden Köpfe der Gemeinwohl-Ökonomie, Mitgründer von Attac Österreich und der Bank für Gemeinwohl. In diesem persönlichen Buch zeigt er, aus welchen spirituellen Wurzeln sein Gemeinwohldenken und -handeln entspringt. Und wie sich eine spirituelle Orientierung in einem wirtschaftlichen Denken und Handeln konkretisiert, dem es um Gemeinschaftswerte geht.

(c) Publik-Forum Verlagsgesellschaft mbH www.publik-Forum.de    ISBN 978-3880952836

Austausch und Inspiration

Geschrieben von IngridGardill am in Empowering News, Erfüllt Leben

Das Vorstandsteam hat sich zu einer „Klausur“ getroffen und Gedanken gemacht über Zielsetzung und Ausrichtung oder neudeutsch „vision and mission“ des Empowering Circle.

Wir glauben, dass ein grundsätzliches Element unseres Wirkens in der Verbindung der Menschen liegt.

Der Empowering Circle lebt ganz wesentlich durch die Gruppenarbeit und unsere Treffen.

Potentialentfaltung funktioniert am besten in der Gemeinschaft.

Eine Folge davon ist, dass wir unserer monatlichen Gesprächsrunde („Stammtisch“) einen neuen Namen und eine neue Ausrichtung geben. Wir treffen uns weiterhin bei „Speis und Trank“, aber fänden es spannend, wenn in den Runden unter dem Motto „Austausch und Inspiration“ mehr Inhalte zur Sprache kommen, die jeden einzeln gerade bewegen, z.B.:

  • Womit bin ich in letzter Zeit in Berührung gekommen, was mich bewegt oder inspiriert hat?(Austausch von Hinweisen zu Büchern, Filmen, Vorträgen, Workshops, Videos usw.)
  • Wo stehe ich gerade und bräuchte die Unterstützung oder einen kleinen Impuls von den anderen?
  • Was nehme ich mir vor und möchte dem durch das Kommunizieren Nachdruck und Gestalt verleihen?

Das sind nur einige von vielen Themen und Möglichkeiten, die wir als Gruppe aufgreifen können und die uns offen stehen. Bringt gerne eure Vorschläge ein. Wenn sich dabei bestimmte Themengruppen als besonders spannend erweisen, könnte man sie über einen längeren Zeitraum weiter verfolgen und auch Arbeitsgruppen entwickeln.

Dann haben wir überlegt, ob wir die nächste große Veranstaltung in Richtung “Lebendigkeit“ / bzw. „Sein und Teilen“, gemäß dem neuen Buch von Andreas Weber aufgreifen und das Gebiet des Gemeinwohls mit einbinden, das gerade viel diskutiert wird. Oder auch das „bedingungslose Grundeinkommen“. Auch hier könnte man in den Runden weiterüberlegen, was wir wollen und was sinnvoll ist.
Denn schließlich sollen wir alle etwas davon haben und die Veranstaltung soll jeden von uns stärken, motivieren und neue Impulse geben auf unserem Weg. Schließlich verstehen wir uns als Netzwerk für persönliches und gesellschaftliches Wachstum.

Unsere Gruppen und alle Veranstaltungen mögen zu einem „erfüllten Leben“ beitragen. Und wir wünschen uns, dass es immer wieder neben den regelmäßigen Treffen auch „spontane“ gibt, die jemand speziell vorbereitet und damit seine Fähigkeiten und Talente Anderen weitergibt und dabei sich selbst weiterentwickeln kann.

Evolve (Magazin für Bewusstsein und Kultur) – Salon am 4. Oktober

Geschrieben von IngridGardill am in Empowering News, Erfüllt Leben

Einladung zur Auftaktveranstaltung des Evolve-Salons in München am Dienstag, 4. Oktober, 19:30 Uhr

Die Planung unserer EC-Veranstaltung (im Frühjahr 2017) mit dem Biologen und Philosophen Dr. Andreas Weber führte zum Kontakt mit dem Herausgeber des äußerst lesenswerten Evolve Magazins für Bewusstsein und Kultur Mike Kauschke. In der aktuellen Ausgabe findet sich nicht nur ein Interview mit Andreas Weber, sondern das Thema „Lebendigkeit – der Impuls, der alles bewegt“ ist auch das zentrale Anliegen des Autoren. Zur Vorbereitung der Veranstaltung, zum Netzwerken und Austauschen, zum Impulse bekommen usw. wäre es schön, wenn Viele zur Auftaktveranstaltung des ersten Evolve-Salons in München kommen würden. Inhalt und Anmeldung siehe unten.

Bis Dienstag, liebe Grüße Ingrid

Dienstag, 4. Oktober, 19:30 Uhr, Pfarrstrasse 4, 80538 München

evolve Salon zur aktuellen Ausgabe „Lebendigkeit – der Impuls, der alles bewegt“:

Lebendigkeit ist uns so vertraut und birgt doch immer auch etwas Geheimnisvolles, denn sie ist kein „etwas“, sondern eine Bewegung – in uns selbst wie auch in und mit der Welt. Dort, wo unmittelbare Berührung stattfindet, frisch, direkt und immer wieder neu, fühlen wir uns lebendig. Dieser Grundimpuls des Lebens erwacht in uns und bricht hervor, wenn wir über die Grenzen des Gewohnten hinausgehen. Wenn aus „wildem“ Denken neue Potenziale erwachsen, entfaltet das Leben seine Poesie. Wenn wir in der Natur nicht nur nach Ursprünglichkeit suchen, sondern unsere Beziehung zur Welt als Wachstumsprozess erleben, wird schöpferisches Miteinander möglich. Im gemeinsamen Gespräch wollen wir dieser seelisch-geistigen wie auch spirituellen Dynamik von Lebendigkeit auf den Grund gehen.

Ausgehend von der gemeinsamen Lektüre ausgewählter Artikel-Passagen entwickeln wir neue Blickwinkel auf vertraut Scheinendes und erkunden gemeinsam, welche Bedeutsamkeit diese Einsichten in unserem Bewusstsein, unserer Kultur und Lebenswelt entfalten können. In diesem Prozess der Ko-Kreation entsteht ein Erfahrungsraum, der eine neue Form von Dialog ermöglicht. Vielfalt, Perspektiven, Spannung und Widersprüchlichkeit finden zusammen und auf kreative Weise entstehen neue Blickwinkel und Lösungen.

Info und Anmeldung: info@innenwege.de 

Hier einige Links zur aktuellen Ausgabe:

http://www.evolve-magazin.de/aktuelle-ausgabe11/

http://www.evolve-magazin.de/editorial-11-2016/

http://www.evolve-magazin.de/painadath/

http://www.evolve-magazin.de/eurich/

Und eine Sendung in Radio evolve zu dieser Ausgabe:

http://www.evolve-magazin.de/radio/lebendigkeit-ein-impuls-der-alles-bewegt/

Die Veranstaltung bei Facebook:

https://www.facebook.com/events/1623969847900353/